Zwischen Natur und mathematischer Abstraktion / John Neubauer          <<< zurück  NOVALIS - Die Lehrlinge zu Sais

II

Novalis' Romanfragment, Die Lehrlinge zu Sais, enthält eine Vielzahl von Ansichten über die Natur, die nicht alle dem Verfasser zuzuschreiben sind; das erste Kapitel schließt jedoch mit den sicherlich auch für Novalis gültigen Worten des Lehrlings :
Mich führt alles in mich selbst zurück ... Mich freuen die wunderlichen Haufen und Figuren in den Sälen, allein mir ist, als wären sie nur Bilder, Hüllen, Zierden, versammelt um ein göttlich Wunderbild, und dieses liegt mir immer in Gedanken. Sie such' ich nicht, in ihnen such' ich oft. (N, I, 81)

Anders als sein Lehrer, begnügt sich der Lehrling nicht mit der empirischen Untersuchung der Objekte,6 weil er in den sinnlichen Erscheinungen die in der empirischen Anschauung verborgene Struktur und Idee wahrnehmen will. Diese oft lediglich als intuitiv, irrational oder poetisch bezeichnete Haltung ist aber zugleich Erbe jener von Platon bis zu Descartes und Leibniz reichenden Tradition, die der empirisch-sinnlichen Befragung der Natur eine mathematisch-rationale Methode gegenüberstellt. Die abstrakte Zeichensprache der Mathe- matik ist für Novalis nicht nur ein Schlüssel zur Natur, sondern auch ein Beweis für die Erfindungskraft des Menschen.
Alles aus Nichts erschaffne Reale, wie z. B. die Zahlen und die abstracten Ausdrücke - hat eine wunderbare Verwandtschaft mit Dingen einer andern Welt - mit unendlichen Reihen sonderbarer Combinationen und Verhältnissen - gleichsam mit einer mathematischen und abstracten Welt an sich - mit einer poetischen mathematischen und abstracten Welt. (N, III, 440f.)
Die Mathematik gilt für Novalis zugleich als "Hauptbeweis der Sympathie und Identitaet der Natur und des Gemüths" (N, III, 684): Ihre logischen Formeln müssen der Struktur der Natur entsprechen, gleichsam als existiere zwischen Mathematik und Natur eine "prästabilierte Harmonie". Historisch läßt sich diese Auffassung dadurch begründen, daß die der Leibnizschen Kombinatorik verpflichteten Schriften von Karl Friedrich Hindenburg und seiner "kombina- torischen Schule" eine Hauptquelle für Novalis' mathematische Kenntnisse. waren.7 Als Ausgangspunkt diente die Leibnizsche Vorstellung einer die Algebra einschließenden kombinatorischen Kunst oder einer allgemeinen Formenlehre, durch deren Gebrauch alle Gedanken anschaubar wären, "gleichwie fixiert, gekürzt und geordnet".8

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mehrere Erscheinungsformen entsprechen, die ineinander transformiert werden können. Auf die Sprache übertragen und in der Terminologie der heutigen generativen Grammatik: einer "Tiefenstruktur" entsprechen mehrere "Ober- flächenstrukturen." Novalis war tatsächlich der Überzeugung, daß der Inhalt oder Geist die Erscheinungsform unbestimmt läßt und mehrere geschichtliche, religiöse oder gesellschaftliche Phänomene auf einen einzigen Kern zurückgeführt werden können. Diese Art Toleranz sollte "zur erhabenen Überzeugung von der Relativität jeder positiven Form - und der wahrhaften Unabhängigkeit eines reifen Geistes von jeder individuellen Form" führen (N, II, 503).

Die Kombinatorik der Potenzenreihen zeigt, wie unbestimmte Glieder einem abstrakten Zusammenhang untergeordnet werden können. Die Aristotelische "Potentia," d. h. Macht, Möglichkeit und innewohnende, gestaltende Kraft, die auch dem mathematischen Begriff zugrunde liegt, ist jedoch dieser Unter- werfung diametral entgegengesetzt. Denn Potenzierung ist, wie Friedrich Schlegel bemerkte, eine Kombination mit sich selbst (KA, XVIII, 405); sie steht also für Selbstbestimmung, für die Möglichkeit, sich in einer unendlichen Reihe von "Selbstbegegnungen" auf immer höhere Potenz zu heben. Potenz- und Funktionsbegriff ergänzen sich gegenseitig, da Funktion die kontextuelle Bestimmung und Verwobenheit der Elemente, Potenz die innere Macht zur schöpferischen Selbstbehauptung bezeichnen. Es entsteht damit das Bild der Monadologie, in dem die einzelnen Elemente ihre eigene innere Kraft besitzen" aber doch als Variationen einer Grundgestalt und als Spiegel der Totalität betrachtet werden müssen. Die Vorstellung einer in Potenzenreihe verbundenen Menschheit bestimmte, wie das folgende Zitat andeutet, nicht nur Novalis' Bild der Gesellschaft, sondern auch seine Romantheorie:

Alle Menschen sind Variationen Eines vollständigen Individuums, d.h. Einer Ehe. Ein Variationen-Accord ist eine Familie, wozu jede innig verbundene Gesellschaft zu rechnen ist. Wenn eine so einfache Variation, wie Natalie und die schöne Seele schon ein so tiefes Wohlgefühl erregt, wie unendlich muß das Wohlgefühl dessen seyn, der das Ganze in seiner mächtigen Symphonie vernimmt? (N, 11, 564)11

Im geschilderten Sinne gebrauchen Schlegel und Novalis das Hauptwort "Potenz" zur Bezeichnung der hierarchisch geordneten Schichten eines Bereichs

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Diese transzendentalphilosophische Potenzierung, die schon im Titel von Fichtes Wissenschaftslehre - "Wissenschaft der Wissenschaften" (N, III, 249) — als Ziel angekündigt wurde, führte Schlegel zur Charakterisierung der Fichteschen Philosophie als "ein antithetisches Reich von Potenzirungen und Quadraturen" (KA, XVIII, 38). Er fand darin eine "Tendenz des menschlichen Geistes," "sich immer höher zu potenziren" (KA, XVIII, 382), eine potenzirte Reflexion, "ein Bewußtsein im Bewußtsein, gleichsam drunter noch eine Etage tiefer" (KA, XVIII, 414).
Wie die übrigen Frühromantiker, befand sich auch Schlegel in einer sich allmählich verschärfenden Auseinandersetzung mit Fichte, die in seinen Kölner Vorlesungen über die "Entwicklung der Philosophie" gipfeln. Der Fichteschen Methode wird hier eine neue gegenübergestellt, die Schlegel überraschend als mathematischkonstruktiv bezeichnet:

Diese Methode, die Gegenstände nach ihrer innern Zusammensetzung und ihren Elementen, ihrer stufenweisen Entwicklung und ihren innern Verhältnissen zu sich selbst zu betrachten und zu begreifen, kann man als ... die genetische oder wegen der Ähnlichkeit mit der Mathematik die Methode der Konstruktion nennen. (KA, XII, 322f.)13

Dies soll nun im Rahmen der Schlegelschen Vorlesungen ausführlicher dargestellt werden.

III

Fichtes ideelle Bewußtseinsgeschichte fängt mit einer ursprünglichen Tathandlung, mit der "intellektuellen Anschauung" an, die auf kein Objekt, sondern auf sich selbst gerichtet ist. In dieser Handlung setzt sich das reine Ich als beschränktes Ich und Nicht-Ich, oder als Subjekt und Objekt. Die Kritik der Romantik richtete sich ganz einstimmig gegen die Auffassung, daß die natürliche Welt lediglich als ein dem empirischen Ich als Schranke gesetztes Nicht-Ich aufgefaßt werden sollte.
Schlegel meinte, eine Anschauung von uns selbst sei unmöglich, weil das Ich dabei verschwinde (KA, XII, 332f.); das Ich kann sich unmöglich selbst setzen und damit etwas Seiendes hervorbringen (KA, XII, 343), denn wir sind nur "ein Stück von uns selbst" und gehören, wie auch die Natur, einem Ur-Ich an.

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sich gestaltet:

keine Stufe, kein Moment des Bewußtseins ist die erste, jede setzt eine frühere, vorhergehende voraus und führt darauf zurück. Unser Ich ist ein abgeleitetes, die Erinnerung bezieht sich aber eben auf das Losreißen von dem ursprünglichen Ich, ist also die eigentümliche Grundlage und notwendige Quelle und Wurzel der Ichheit. (KA, XII, 352)

In solchen Bemerkungen funktioniert die mathematische Terminologie nur als Rüstzeug metaphysischer Vorstellungen. Schlegel mißt jedoch der Logik tatsächlich eine wichtige Rolle zu, da er glaubt, Anschauung und eidetisches Denken eigneten sich nur für die untersten Stufen des Bewußtseins. Seine neuen, genetischen Begriffe funktionieren nicht mehr innerhalb einer traditionellen Syllogistik; ihnen kommt die Aufgabe zu, die von der Einbildungskraft erfaßte "Fülle und Mannigfaltigkeit der Welt zur Einheit zusammenzudrängen und zusammenzufassen" (KA, XII, 361). Die Begriffe sollen demnach ein Maximum dieser Fülle nach den Gesetzen des Werdens gegliedert, organisch, lebendig und genetisch darstellen (KA, XII, 362); sie sollen "das Entstehen, Entwickeln und den Gipfel des Werdens eines jeden Gegenstandes umfassen, um so die eigentlichen Kräfte nach ihrer weitesten Ausdehnung, wie sie sich einander entgegengesetzt sind, anzugeben" (KA, XII, 362). "Konstruktion," "Gliederbau" sind in diesem Sinne die "eigentümliche Form des Begriffs" (KA, XII, 363), und begriffiiche Darstellungen müssen eine Potenzierung enthalten, denn diese zeigt "die Entwicklung von dem Ursprunge bis zum Gipfel" (KA, XII, 363).

Aufgrund dieser Definition der Begriffe ergibt sich bei Schlegel eine Parallele zwischen Dichtung und mathematischer Naturwissenschaft. Wenn die Dichtung sich, laut Schlegel, zur Darstellung der Welt vorzüglich eignet, so nicht wegen ihrer Bildhaftigkeit, sondern weil sie als Denken eine konstruktive Nachvollziehung der Naturentwicklung ermöglicht:

Es gibt zwar eine Art Denkens, die etwas produziert, und daher mit dem schöpferischen Vermögen, das wir dem Ich der Natur und dem Welt-Ich zuschreiben, große Ähnlichkeit der Form hat. Das Dichten nämlich; dies erschafft gewissermaßen seinen Stoff selbst und ist eine spielende Tätigkeit. (KA, XII, 371)16

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IV

Elemente und Varianten der geschilderten Theorie lassen sich in vielen romantischen Texten nachweisen, vor allem natürlich in Schellings Transzendentalphilosophie, die schon öfters eingehend studiert wurde und hier auch deshalb nicht weiter behandelt wird, weil Schellings Potenzbegriff, wie auch seine ganze Naturphilosophie, eine nur nominelle Beziehung zur Mathematik hat. Statt Hinweise auf zerstreute Bemerkungen bei anderen Romantikern möchten wir die Bedeutung der geschilderten Theorie dadurch zeigen, daß wir abschließend ein Gedicht zur Interpretation heranziehen, das nicht im Umkreis der deutschen Frühromantik entstanden ist: das Gedicht "There was a boy ... " vom englischen Dichter William Wordsworth. Die erste Fassung dieses Gedichts wurde zwar 1798 in Goslar geschrieben, eine Beeinflussung seitens der deutschen Romantik ist aber sicherlich nicht vorhanden;18 es ist auch nicht unsere Absicht, zu zeigen, daß das Gedicht nach philosophischen Prinzipien konzipiert wurde. Anders als Novalis und Schlegel war Wordsworth ein Dichter, dem die Philosophie fremd war, der von der Mathematik wenig wußte und vorwiegend eidetisch dachte. Wenn es aber uns gelingt zu zeigen, daß die Handlungsstruktur des Gedichts den abstrakten Gedankengängen bei Novalis und Schlegel weitgehend entspricht, so ließen sich Konturen eines romantischen Bewußtseins andeuten, die in verschiedenen Gattungen und Sprachräumen identifizierbar sind.

There was a Boy ... [ The Prelude (1850), Book V (364-397) ]
There was a Boy ; ye knew hirn well, ye cliffs
And islands of Winander! - many a time
At evening, when the earliest stars begun
To move along the edges of the hills,
Rising or setting, would he stand alone,
Beneath the trees, or by the glimmering lake;
And there with fingers interwoven, both hands
Pressed closely palm to palm and to his mouth
Uplifted, he, as through an instrument,
Blew mimic hootings to the silent owls,
That they might answer him. - And they would shout
Across the watery vale, and shout again,

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Die Wordsworthsche Bewußtseinsgeschichte fängt gewöhnlich mit einem kindlich-animalischen Naturkontakt an: Für den Jungen ist die Natur ein "Du," denn er spricht die Eulen in ihrer Sprache an, als wäre er eine von ihnen.21 Der Kontakt ist sinnlich, momentan und prägt sich nicht in die Erinnerung ein. Wenn aber gelegentlich dieses primitive Gespräch von Reiz und Reaktion ins Stocken gerät, ermöglichen die entstandenen Pausen eine intensivere und höhere Naturverbundenheit. Dieser ebenfalls noch sinnliche Kontakt besteht aus der unbewußten Aufnahme des Landschaftsbildes und des Rauschens der Wasserfälle, umschließt jedoch schon eine Fülle von Naturerscheinungen, deren bildliche Strukturierung, wie Friedrich Schlegel behauptet, schon eine gewisse Selbständigkeit fordert.22

Dem Bildermachen kommt in der Wordsworthschen Szene tatsächlich eine Schlüsselstellung zu, weil das, was sich beim Jungen am tiefsten einprägt und in ihm eine Erleuchtung hervorbringt, die Spiegelung des Himmels im See ist. Diese Spiegelung hat die zweifache Funktion, "Erinnerung und Ahnung" zu entzünden denn einerseits repräsentiert sie Kommunikation zwischen Naturgegenständen und sollte damit an die Stufe des Eulengeschreis erinnern, andererseits ist sie offenbar auch emblematisch für die Dichtkunst und deutet damit die dichterische Erfassung der Geschehnisse voraus. Die momentane Aufnahme des Landschaftsbildes ins Bewußtsein gestaltet demnach eine Geschichte, die der Junge allerdings nicht begreift; Wordsworth hat aber sicherlich eine "Potenzenreihe" von Handlungen darstellen wollen (ohne natürlich die Terminologie der Frühromantik zu kennen), da auch in "Tintern Abbey" die Betrachtung der Landschaft die Erinnerung an eine frühere, mehr animalische Naturverbundenheit hervorruft. In beiden Fällen "potenziert" sich die Naturanschauung, weil Objekt der Anschauung die eigene frühere Handlungsart ist.
Ist aber das Gedicht die letzte Reflexionsstufe in einer Reihe von Handlungen, die mit dem Eulengeschrei anfängt und mit der Einprägung des Landschaftsbildes fortgesetzt wird, so fehlt ein den Jungen mit dem Dichter verbindendes Mittelglied. Genau diese Lücke füllt die zweite Strophe, die ja auch eine Reflexion über eine frühere Handlungsart darstellt. Die Einheit des Gedichts besteht darin, daß die stille Versenkung des Dichters am Grab ein weiteres Glied in der Reihe ist, die vom Eulengeschrei zum Gedicht führt.

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Natur als ein lebendiges Wesen; eine Natur und Mensch durchlaufende Bewußtseinsentwicklung, die sich aus einer ständigen Reflexion über den Vorgang selbst gestaltet; gegenseitige Spiegelung von Natur und Mensch; Erinnerung und Ahnung - dies sind die gemeinsamen Züge der früh romantischen Naturphilosophie und der Wordsworthschen Dichtung. Doch spielt die Erinnerung bei Wordsworth eine weit wichtigere Rolle als bei Schlegel und Novalis. Zu der bekannten Wordsworthschen Formel, "poetry ... takes its origin from emotion recollected in tranquilIity,,24 steht Schlegels Aussage in scharfem Kontrast: "In der Erinnerung findet das Dichtungsvermögen gar nicht statt" (KA, XII, 374).

Aufgrund der Transzendentalphilosophie und nach dem Modell der Mathematik entdecken Schlegel und Novalis die Möglichkeit eines der Mathematik analogen Konstruktivismus in der Dichtung und der Naturphilosophie.

Die im Text angeführten Abkürzungen beziehen sich auf die folgenden Ausgaben:

Kritische Friedrich-Schlegel-Ausgabe, hrsg. Ernst Behler (1958ff.) (= KA);
Novalis, Schriften, hrsg. Paul Kluckhohn u. Richard Samuel, 2. Aufl.
(1960ff.) (= N); Friedrich Schlegel, Literary Notebooks 1797-1801, hrsg. Hans Eichner (1957) (= LN).

2  H.A. Korff, Geist der Goethezeit, 6. Aufl. (1964), III, 527.
3  Korff, III, 533.
4  Paul Kluckhohn, Das Ideengut der deutschen Romantik, 5. Aufl. (1966), S. 34.
5  Heinrich Henel, "Erlebnisdichtung und Symbolismus," DVjs, 32 (1958), 81.
6  Die Lehrerfigur in diesem Romanfragment wurde weitgehend nach Novalis' Lehrer an der Freiberger Bergakademie dem Geologen Abraham Gottlob Werner, gezeichnet.
Eine entsprechende Kritik an Werners geognostischem Klassifikationssystem befindet sich in Novalis' Studienheften.
7  Hindenburg lehrte in Leipzig, wo Novalis seine Vorlesungen wahrscheinlich besucht hat. Hindenburgs Bücher, die Novalis besaß, enthalten zahlreiche Zitate aus der Leibnizschen Kombinatorik ; Novalis' Studienhefte zeigen, daß er durch Hindenburg mit der Leibnizschen Kombinatorik bekannt wurde (siehe z. B. N, III, 387, und IV, 264).

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Zwischen Natur und mathematischer Abstraktion:

Der Potenzbegriff in der Frühromantik
John Neubauer

in: Richard Brinkmann (ed.),
Romantik in Deutschland, p. 175 - 186, Stuttgart, 1978